Bankencrash / Bankenkrise 2008 - Worst Case
Was kann passieren, wenn sämtliche Banken pleite
gehen?
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Die
schlimmste aller anzunehmenden Katastrophen
auf den Finanzmärkten wäre die Insolvenz
sämtlicher Banken. Eine solche Krise könnten
auch staatliche Einrichtungen und übernationalen
Institutionen, wie beispielsweise die europäische
Zentralbank, nur schwer zu managen.
Schlittert eine einzelne Bank in die Pleite,
wird von der jeweiligen Finanzaufsichtsbehörde
ein Moratorium verhängt. Die Bank darf
keinen Zahlungsverkehr durchführen. Eine
solche Maßnahme scheint bei einer generellen
Krise des Bankwesens unwahrscheinlich, wenn
auch nicht unmöglich. Die Konsequenzen
aus einem solchen Moratorium wären verhängnisvoll.
Gehälter, Mieten überhaupt jede Überweisung
wäre damit gestoppt.
Sparer kommen auch vorerst
nicht an ihre Spareinlagen. Die Einlagen sind
zwar gesichert, je nach Land in unterschiedlicher
Höhe, ob das angesichts einer solchen Katastrophe
ein Trost ist, darf bezweifelt werden. |
Auch die Börsen würde eine
solche Insolvenzflut hart treffen. Zwar gelten Aktien
und Wertpapiere als Sondervermögen, sind also
den Besitzern auch bei einer Bankenpleite frei zugänglich,
aber die Kurse an den Börsen würden dramatisch
nachgeben. Das zieht weitere Kursverluste in wahrscheinlich
noch nie da gewesenem Ausmaß nach sich. Man
kann also davon ausgehen, dass eine allgemeine Bankenpleite
eine Vernichtung des Börsenkapitals auslösen
muss. Es ist sogar eine Zerstörung des Börsensystems
in der heutigen Form denkbar.
Als unmittelbarer
Folge einer solchen Finanzkrise kommt es zu
einer galoppierenden Inflation. Vor allem die
Lebensmittelpreise steigen. Die Wirtschaft kann
sich auf das jetzige Finanzierungssystem über
Kredite nicht mehr verlassen. Durch Kreditfälligstellungen,
die dann unweigerlich eintreten, werden Industrieunternehmen
aber vor allem kleine und mittlere Betriebe
in den Konkurs getrieben.
Unser Finanz- und Wirtschaftssystem ist ein
so genanntes metastabiles System. Das bedeutet,
dass dieses System Ablenkungen und Turbulenzen
bis zu einem gewissen Grad aushält und
das Gleichgewicht ohne große Eingriffe
wieder hergestellt werden kann. Überschreitet
die Ablenkung jedoch einen bestimmten Schwellenwert,
dann kippt das System. Am besten stellt man
sich das anhand einer Kugel in einer Mulde vor.
Diese Kugel kann angestoßen werden und
rollt die Muldenwand hoch. Ist die Energie zu
groß, springt die Kugel aus der Mulde.
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Genau das würde bei einem weltweiten
Bankencrash vermutlich passieren. Das System in seiner
jetzigen Form wäre zerstört. Daher kann
man über die Zeit nach dieser Katastrophe nur
spekulieren, sinnvolle Aussagen darüber lassen
sich aber nicht treffen.
Viele schwören sich auf Anlagen
in Rohstoffen ein. Gold
und Silber führen hier die Hitliste an. Die Überlegung
dahinter mag grundsätzlich richtig sein. Rohstoffe
werden in Krisenzeiten teurer und sie verlieren auch
in den Zeiten der Konjunktur selten an Wert. Diese
Option wird aber den meisten Menschen nicht mehr zur
Verfügung stehen. Sie werden sich während
und nach einem solchen Zusammenbruch viel eher dafür
interessieren, wie sie den nächsten Tag überleben.
Einer derart dramatischen Entwicklung
kann jetzt noch entgegen gesteuert werden. Noch ist
der Schwellwert nicht erreicht. Aber viele Anzeichen
sprechen dafür, dass wir ihm gefährlich
nahe gekommen sind.
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