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Was ist eine Inflation?
Was ist eine Deflation?

 

 

Wie entsteht eine Inflation?

Informationen über ihre Entstehung und Auswirkungen

Bedeutung der Inflation

In der Volkswirtschaftslehre wird die Inflation als ein ständiger und signifikanter Anstieg des Preisniveaus bezeichnet. Hierbei verändert sich das Austauschverhältnis zwischen Geld und allen anderen Gütern zu Lasten des Geldes, d. h. man erhält für eine Geldeinheit weniger Güter bzw. man muss für Güter mehr Geld bezahlen, so dass die Güter teurer werden. Aufgrund dessen versteht man unter einer Inflation auch eine sogenannte Geldentwertung.Um alle anderen Güter greifbar zu machen, werden Warenkörbe bzw. Indizes definiert. Die Inflationsrate hat zudem einen signifikanten Einfluss auf den Wertpapier- bzw. Devisenhandel, weshalb sie vor allem bei Forex Tradern unter stetiger Beobachtung steht.

 

Wenn man vom einfachen Marktkreuz ausgeht, bei dem der Preis von einer Ware vom Schnittpunkt der Angebots- und Nachfragekurve bestimmt wird, dann kann man die Inflation zunächst auf angebots- und nachfrageseitige Ursachen zurückführen.

Angebot und Nachfrage bestimmen die Märkte

Bei der Angebotskurve steigt das Angebot mit steigendem Preis und die Nachfrage bei der Nachfragekurve sinkt mit steigendem Preis. Die Nachfragekurve wird immer weiter nach rechts verschoben, sofern man die nachfrageseitigen Ursachen als Ursache für steigende Preise versteht und bei den angebotsseitigen Ursachen wird die Angebotskurve immer weiter links verschoben.

Ein weiterer Grund für eine Inflation ist die sogeannte Quantitätsgleichung Y*P=M*U, wobei M die Geldmenge "U" die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, "P" das Preisniveau und "Y" die reale Produktion ist. Man kann an dieser Gleichung erkennen, dass das Preisniveau P=M*U/Y immer dann höher wird, wenn eine Zunahme der Geldmenge M bzw. eine Umlaufgeschwindigkeit des Geldes U oder eine Minderung der realen Produktion Y statt findet. Somit können nachfrageseitige oder angebotsseitige begründete Preissteigerungen immer nur in diesen drei Fällen durchgesetzt werden. Es stellte sich bislang heraus, dass eine Inflation meist dann erscheint, wenn eine Ausweitung der Geldmenge M durch die Zentralnotenbank statt findet. Dies bedeutet, dass die Inflation mittels einer restriktiven Geldpolitik verhindert werden kann.

 

Die Inflation kann man in unterschiedliche Geschwindigkeiten (Hyperinflation, galoppierend, trabend und schleichend) und Phasen (akzelerierte, stabilisierte bzw. dezelerierte Phase) einteilen.

Leichte Inflation (ca. 0-5 % Wertverlust im Jahr)

Hier gibt es eine nachfragefördernde Wirkung, weil die Menschen ihr Geld investieren oder ausgeben wollen. Natürlich verlangen sie für die Investitionen noch eine Liquiditätsprämie, sodass die Renditen deutlich über die jeweilige Inflationsrate liegen müssen.

Schwere Inflation (ca. mehr als 5 % Wertverlust im Jahr)

Hier verliert das Geld seinen eigentlichen Wert schneller als die anderen Güter (z. B. Aktien, Immobilien) und aufgrunddessen büßt man die Wertaufbewahrungs- bzw. Wertmaßstabsfunktion ein. Stattdessen werden Ersatzwährungen verwendet (z. B. Zigaretten). Man flüchtet in wertstabile Sachwerte oder Kapitalanlagen. Das Kapitalangebot nimmt auf den Kapitalmärkten ab, weil die Anbieter aufgrund der Inflation mit Werteverzehr rechnen und der Kapitalzins steigt an. Somit werden langfristige Kredite meist nicht mehr angeboten und auch schon gar nicht mehr mit einem festen Zinssatz. Somit besteht auch für den Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Die bisher knapp lohnenden Investitionen werden aufgrund den Zinssteigerungen unrentabel und Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, gehen in Insolvenz. Ferner steigt bei einer schweren Inflation auch die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, weil das Geld immer wieder entwertet wird und es niemand lange behalten will. Wenn nicht genügend werthaltiges Sachkapital produziert werden kann, so versuchen die Menschen in Devisen anzulegen. Dies beschleunigt jedoch die Entwertung des Geldes. Oftmals gibt es nach Inflationen Währungsreformen.

 

Sehr schwere Inflationen (Hyperinflationen)

Diese weisen die monatliche Wertverluste von mehr als 50 % auf. Sie werden auch als Hyperinflationen bezeichnet, die in der Geschichte oftmals deshalb abgebrochen worden sind, weil selbst der jeweilige Realwert des entsprechenden Papiers zu dem Drucken der Banknoten weitaus höher war als der jeweilige Wert von einer Banknote.

 

Schwere resp. bedeutende Inflationen konnte man beispielsweise um 1923 herum in Deutschland, Ungarn und Österreich (sog. Deutsche Inflation von 1914 bis 1923) oder aber auch aufgrund des Ölpreisschocks in den '70er Jahren feststellen.

 


 

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