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Die EU Finanzkrise seit 2010 (Finanzkrise 2.0)

Griechenland vor dem Staatsbankrott - Welche Länder könnten folgen?

Das Griechenland Finanzdesaster und seine Auswirkungen auf die restliche Europäische Union 29.04.2010 - Die europäische Finanzwelt steht vor einer Verzweiflungstat. Durch die Verschärfung der Krise in der Eurozone gilt nicht nur Griechenland als finanzieller Wackelkandidat, auch Länder wie Spanien und Portugal werden unter der Abstufung durch die Ratingagenturen in ein schlechtes Licht gerückt. Die Staatspleite im Mittelmeerraum abzuwenden scheint nun eine Mammutaufgabe für die finanziell kaum besser gestellten Länder der EU zu werden. Hierbei findet sich Deutschland ungewollt an vor- derster Front der Hilfesteller wieder und diese Position und ihre Konditionen kann auch der deutsche Staatshaushalt nicht so ohne Weiteres stemmen. Um dem Akropolis-Staat auch nur ansatzweise - vorübergehend, wie manche Finanzspezialisten betonen – aus der Patsche zu helfen, muss das deutsche Staatssäckel weit geöffnet und ein tiefer Griff hineingetan werden.

 

Und dass, wo auch in deutschen Landen die Finanzen nicht so gesichert sind, wie es wünschenswert für Bürger und Politiker wäre. 135 Milliarden heißt das Angstwort, dem sich die Experten der deutschen Regierung in den vergangenen Tagen stellten und hin und her überlegten, ob diese Beträge den griechischen Haushalt überhaupt langfristig konsolidieren können. Diese Berichte haben auch negativen Einfluss auf den deutschen und den weltweiten Aktienmarkt.

 

Der Euro tritt eine erneute Talfahrt an, die sich nur mit großer Anstrengung wieder stoppen lassen wird. Da sind die schwarzmalenden Auskünfte der Ratingagenturen ein Punkt mit großer Beeinflussung des Finanzmarktes, der die Krise unnötig verschärfen wird. Bis 2012 wollen und müssen die Griechen am Tropf der EU hängen und bürden somit dem deutschen Staatshaushalt Ausgaben von bis zu 30 Milliarden auf.

 

Niemand weiß zum gegenwärtigen Zeitpunkt, ob das wirklich gut gehen kann oder ob die Griechen ihre Geberländer mit in den finanziellen Abgrund reißen werden. Die Bundeskanzlerin jedoch hält es für die Pflicht der Deutschen, finanzschwächeren Staaten in solchen Situationen unter die Arme zu greifen, um die Stabilität im Euro-Raum wiederherzustellen und diese zu sichern.

 

Sollte die Krise gemeistert sein, gehe es jedoch mit Hochdruck an den Abbau der Staatsverschuldung. Auch der Internationale Währungsfond wird sein Scherflein beitragen müssen und wird in einem Verhältnis von 2:1 zur Kasse gebeten. Hier geht es somit also um einen Beitrag von etwa 70 Milliarden Euro. Wichtig ist es, neben den sofortigen Ausgleichszahlungen von IWF und den zahlungsfähigen EU Mitgliedern, dass Griechenland die Gründe für die hohen Ausgaben des Staates erkennt.

Griechenland braucht Unterstützung

 

Ohne massive Steuererhöhungen wird das Land nicht aus seiner Krise herausfinden. Neue und höhere Steuern, wie sie uns Deutschen längst bekannt sind auf Kraftstoffe, Tabak und Spirituosen werden den griechischen Bürgern in der Zukunft das Leben schwer machen und sind doch unvermeidbar. Auch die Zuwachsraten für Gehälter werden ausfallen und diese auf dem gegenwärtigen Niveau eingefroren werden müssen. Bisher kennt niemand die gewerkschaftlichen Reaktionen auf derlei Maßnahmen. Hierzulande wird auch darauf gedrungen, dass Griechenland die eigene Rentenpolitik gründlich überarbeitet und das Rentenalter endlich den europäischen Gepflogenheiten an- passt. Auch so lässt sich der Staatshaushalt zuverlässig entlasten.

 

Bis zum 19. Mai 2010 erwartet Griechenland dringend die Zahlungen um nicht den Bankrott anmelden zu müssen und so arbeiten IWF und auch die Bundesregierung mit Hochdruck an der Entscheidung. Merkel zeigte sich in jedem Fall zahlungswillig aber auch der Bundesrat hat hier noch ein Wort mitzureden.

 

 

Die Idee von SPD-Chef Sigmar Gabriel, mit einer neuen Finanzmarktsteuer endlich auch alle Spekulanten und Zocker an den Kosten solcher Finanzkrisen zu beteiligen, ist nicht von der Hand zu weisen. Nur so kann man bewirken, dass diese Spezies in Zukunft vielleicht etwas verantwortungsvoller agiert und am Ende nicht immer die Kleinen im Regen stehen, während die Finanzmogule sich auf der sicheren Seite sonnen.

 

Sicher ist, dass uns diese Themen in den kommenden Wochen noch nachhaltig beschäftigen werden und mit der Zahlung der ersten Rate an den griechischen Staat nicht vom Tisch sein können. Bleibt zu hoffen, dass sich andere EU-Staaten als finanzstärker erweisen, als es die Ratingagenturen derzeit glauben machen wollen.

 

Der gefürchtete Dominoeffekt würde den Euro in jedem Fall immer weiter schwächen und dies bedeutete bald das Aus für die gemeinsame Währung.

 


 

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