Auf dem Devisenmarkt findet trotz Finanzkrise täglich der Handel mit Devisen statt, der global betrachtet der größte Finanzmarkt ist. Jeden Tag werden am Devisenmarkt Umsätze von drei Billionen Dollar und mehr getätigt. Die Ware auf dem Devisenmarkt ist das Geld in verschiedenen Währungen, das einen bestimmten Preis hat, der durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Je mehr Trader an einer bestimmten Währung Interesse zeigen, desto höher deren Preis und umgekehrt. Wer am Devisenmarkt handelt ist bestrebt, Devisen günstig zu erwerben, um sie dann teurer zu verkaufen. Der Wert einer Währung wird dabei im Wert zu einer anderen Währung dargestellt. Das heißt, eine Währung wird genutzt, um eine andere Währung damit zu kaufen. Dazu werden Währungspaare gebildet, wie beispielsweise EUR/USD oder USD/YEN.
Die Besonderheit am Devisenmarkt ist, dass dieser Währungshandel erfolgt, ohne dass es dafür einen physischen Ort gibt. Der Devisenmarkt hat keinen festen Handelsplatz und ist an keine Zeiten gebunden. Devisen können aufgrund der verschiedenen Zeitzonen an 24 Stunden täglich von überall auf der Welt über das Internet gehandelt werden.
Auf dem Devisenmarkt, der auch als Forex Markt (Foreign Exchange Market) bekannt ist, agieren neben den Zentralbanken, den Großbanken und Außenhändlern auch immer mehr private Investoren, die sich mithilfe der Forex Broker am Geschehen beteiligen und von den Differenzen, die sich zwischen den Kursen der einzelnen Währungen ergeben profitieren wollen. So wird das Wertverhältnis zwischen Euro und US-Dollar in Form von EURUSD ausgedrückt. Lautet dieser Kurs zum Beispiel 1.3704, dann heißt dies, dass ein Euro zu einem Preis von 1,3704 US-Dollar gekauft werden kann. Der erstgenannte Wert ist dabei der Base Currency und der letztgenannte der Counter Currency. Das Währungspaar EURUSD stellt dabei das am Devisenmarkt am häufigsten gehandelte Paar dar.
Der Devisenmarkt ist für viele Trader deswegen so interessant, weil er vom Gesetzgeber nicht so stark reguliert ist. Durch kleine Kursdifferenzen zwischen den Währungspaaren lassen sich, mit einem relativ geringen Kapitaleinsatz gute Gewinne realisieren.
Vielen Dank an Jens Klüsener für diesen Gastbeitrag.
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