Finanz-Blog

Der Devisenmarkt Forex boomt trotz Finanzkrise

Sonntag, 26. April 2009 von Andreas

Auf dem Devisenmarkt findet trotz Finanzkrise täglich der Handel mit Devisen statt, der global betrachtet der größte Finanzmarkt ist. Jeden Tag werden am Devisenmarkt Umsätze von drei Billionen Dollar und mehr getätigt. Die Ware auf dem Devisenmarkt ist das Geld in verschiedenen Währungen, das einen bestimmten Preis hat, der durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Je mehr Trader an einer bestimmten Währung Interesse zeigen, desto höher deren Preis und umgekehrt. Wer am Devisenmarkt handelt ist bestrebt, Devisen günstig zu erwerben, um sie dann teurer zu verkaufen. Der Wert einer Währung wird dabei im Wert zu einer anderen Währung dargestellt. Das heißt, eine Währung wird genutzt, um eine andere Währung damit zu kaufen. Dazu werden Währungspaare gebildet, wie beispielsweise EUR/USD oder USD/YEN.

Die Besonderheit am Devisenmarkt ist, dass dieser Währungshandel erfolgt, ohne dass es dafür einen physischen Ort gibt. Der Devisenmarkt hat keinen festen Handelsplatz und ist an keine Zeiten gebunden. Devisen können aufgrund der verschiedenen Zeitzonen an 24 Stunden täglich von überall auf der Welt über das Internet gehandelt werden.

Auf dem Devisenmarkt, der auch als Forex Markt (Foreign Exchange Market) bekannt ist, agieren neben den Zentralbanken, den Großbanken und Außenhändlern auch immer mehr private Investoren, die sich mithilfe der Forex Broker am Geschehen beteiligen und von den Differenzen, die sich zwischen den Kursen der einzelnen Währungen ergeben profitieren wollen. So wird das Wertverhältnis zwischen Euro und US-Dollar in Form von EURUSD ausgedrückt. Lautet dieser Kurs zum Beispiel 1.3704, dann heißt dies, dass ein Euro zu einem Preis von 1,3704 US-Dollar gekauft werden kann. Der erstgenannte Wert ist dabei der Base Currency und der letztgenannte der Counter Currency. Das Währungspaar EURUSD stellt dabei das am Devisenmarkt am häufigsten gehandelte Paar dar.

Der Devisenmarkt ist für viele Trader deswegen so interessant, weil er vom Gesetzgeber nicht so stark reguliert ist. Durch kleine Kursdifferenzen zwischen den Währungspaaren lassen sich, mit einem relativ geringen Kapitaleinsatz gute Gewinne realisieren.

Vielen Dank an Jens Klüsener für diesen Gastbeitrag.

Forex Broker – wie man mit Devisenhandel gewinnen kann

Sonntag, 08. Februar 2009 von Andreas

Historisch gesehen war der Arbeitsplatz für Forex Broker bislang direkt auf dem Börsenparkett, doch die Möglichkeit, Geldgeschäfte über ein Forex Online Konto abwickeln zu können, eröffnet diese Möglichkeit inzwischen für jedermann. Der Forex Broker erwirtschaftet seine Gewinne aus den ständigen Veränderungen, denen der Foreign Exchange Market unterliegt. Politische Entscheidungen und wirtschaftliche Statistiken bewirken permanente Änderungen der Crossrates im Forex Trading, so dass man mit klug gewählten Trades jeden Tag ein Plus von bis zu fünf Prozent erzielen kann, denn in diesem Bereich bewegen sich die Spitzen der Chartausschläge. Dabei betreibt der Forex Broker sein Geschäft nicht als Glücksspiel, sondern als geschicktes Taktieren, bei dem alle Signale ausgewertet werden, die einen Einfluss auf die Tauschwerte der betroffenen Währungen haben können.

Der Einstieg als Forex Broker ist schon mit minimalem technischen Aufwand möglich: PC mit Internetzugang plus Forex Handelskonto. Auch die Mindestsumme für Devisenspekulationen ist bei vielen Anbietern so niedrig angesetzt, dass praktisch jeder kleine Sparer ins Forex Trading einsteigen könnte.

ETF – Eine Option in der Krise

Mittwoch, 28. Januar 2009 von Andreas

Die Finanzkrise hatte im vergangenen Jahr 2008 massive Kurseinbrüche an den Aktienmärkten zur Folge. Für viele Anleger bedeutete dies in vielen Fällen hohe Wertverluste. Neben den Kursverlusten von Aktien rückt die Finanzkrise aber auch das Emittentenrisiko bei Zertifikaten und Schuldverschreibungen wieder in den Mittelpunkt. Anleger beispielsweise, die in Zertifikaten der insolventen amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers investiert waren, erlitten den Totalausfall ihrer Anlage.

Eine Alternative zur direkten Anlagen in Aktien, Zertifikaten oder Investmentfonds sind ETF.
ETF (Exchange Traded Funds) sind Investmentfonds, die einen zugrunde liegenden Index, beispielsweise den DAX, abbilden. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen aktiv gemanagten Fonds, sondern dieser Fonds bildet den Index 1:1 nach, er wird demnach auch nicht aktiv gemanagt. Hierdurch ist es Anlegern jedoch möglich, die Investitionen zu verfolgen, ETF sind somit eine sehr transparente Anlageform. Die Rendite der Anleger ist gleich die Rendite des Index, nicht besser, aber auch nicht schlechter.

Ebenso wie Aktien können auch ETF an der Börse gehandelt werden. Durch die günstigen Kaufkonditionen gewannen sie in den vergangenen Jahren daher auch bei privaten Anlegern an Attraktivität. Waren im Jahr 2000 nur gut sechs Produkte dieser Anlageklasse verfügbar, können Anleger mittlerweile in mehr als 600 verschiedene ETF investieren. Grundsätzlich sind ETF nicht nur für Aktien, sondern auch für weitere Assetklassen verfügbar, so zum Beispiel für Rohstoffe, Anleihen, Kreditderivate und auch für den Geldmarkt.

Obwohl klassische ETF, deren Grundlage ein Aktienfonds ist, im Rahmen der Finanzkrise ebenso wie Indexfonds oder Indexzertifikate hohe Verluste erleiden mussten, konnten die ETF gegenüber anderen Anlageformen aber verschiedene Vorteile generieren. Einer der Vorteile von ETF ist, dass das hierin angelegten Vermögen als Sondervermögen gilt und somit bei der Pleite des Emittenten, anders als bei Zertifikaten und Schuldverschreibungen, nicht untergeht. Die Werte sind somit nicht Eigentum der Bank, sondern der Anleger.

Weiterhin können ETF auch für Anlageklassen gehandelt werden, die nicht mit dem Aktienmarkt verbunden sind. Bei ETF beispielsweise, die in Rohstoffen oder Edelmetallen investiert waren, waren die Verluste weitaus geringer, einige konnten sogar Gewinne erwirtschaften. Vor allem die Gold ETF sind in der derzeitigen Krise stark gefragt, denn die Nachfrage nach Gold ist derzeit groß. Doch nicht nur jetzt, auch in Zukunft werden Anlagen positiv gesehen, denn die Fördermengen reduzieren sich jährlich, bei steigender Nachfrage.

Ein Vorteil von ETF ist aber auch, dass sie ebenso wie Short-Zertifikate auf fallende Aktienkurse setzen können. Diese Short-ETF, insbesondere auf den DAX oder den EuroStoxx 50 entwickeln sich immer entgegen des zugrunde liegenden Indexes. Fällt dieser zum Beispiel um 100 Punkte, steigt gleichzeitig der Wert des ETF. Wo Anleger in „normalen“ Indexfonds oder ETF´s 20% Verluste verschmerzen müssen, erreichen Short-ETF bis zu 20% Gewinne. Diese ETF´s waren daher im Jahr 2008, in dem viele Anleger wegen der Finanzkrise hohe Verluste verschmerzen mussten, sehr gefragt. Und dies ohne Emittentenrisiko und zu günstigen Konditionen.

Der Erfolg der ETF lockt immer mehr Anbieter auf den Markt. Experten sehen hier sogar Wachstumsraten von mehr als 30% in diesem Jahr. Aufgrund der weiterhin hohen Turbulenzen auf den Aktienmärkten werden Anleger vermehrt auf ETF als kostengünstige, sichere und transparente Anlageform aufmerksam und nehmen derartige Investitionen vor. Durch die Nutzung verschiedener Anlageklassen kann das Depot zudem auf die individuelle Anlagestrategie abgestimmt werden.

Herzlichen Dank an Oliver Gieseck, der uns diesen Gastbeitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

 

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