Also hier mal meine bescheidene Meinung zur aktuellen KFZ-Steuerreform:
Ich fahre im Jahr unter 6.000 km und habe ein Auto mit 2,5 L Hubraum. Warum soll ich jetzt mehr bezahlen als jemand, der im Jahr 50.000 km mit einem Smart zurücklegt und somit viel mehr CO2 verursacht als ich? Was soll daran bitte umweltgerecht sein? Warum sind unsere Politker so blind und berücksichtigen sowas nicht? Die KFZ-Steuer gehört schon lange abgeschafft und der Anteil auf die Benzinkosten übertragen. Wer viel fährt und viel Sprit braucht, der stösst mehr CO2 aus und musss automatisch mehr bezahlen. Amen… Was ist daran so schwierig? Wieso braucht man in Deutschland für jeden Mist eine unnötige Steuer?
Also meines Erachtens ist diese Steuerreform ein Schuss in den Ofen, weil diese Steuer ja eigentlich sowieso keinerlei Berechtigung hat. Wofür zahle ich eigentlich Benzinsteuer? In den 90 er Jahren kam die Idee auf, die KFZ-Steuer abzuschaffen und stattdessen ein Mautsystem (in dessen Entwicklung man übrigens viel Geld investiert hat) einzuführen. Das wäre doch mal eine gute Idee, weil dann auch die Ausländer Geld bei uns lassen, wenn sie die mauftpflichtigen Straßen nutzen, anastatt alle immer nur den deustchen autofahrern anzulasten, die im Ausland übrigens auch Maut bezahlen müssen, wenn sie in den Urlaub fahren. Bisher hat man es nur für LKWs geschafft, eine Maut zu verlangen und die zahlen nach wie vor Steuern für ihre Fahrzeuge.
Geeignete Maßnahme zur Konjunkturförderung?
Also, ich persönlich halte ja sowieso nicht viel von den beschlossenen Konjunktur-Förderungsmaßnahmen der Bundesregierung. Auch die Verschrottungsprämie (oder auch Abwrackprämie und Umweltprämie genannt) bringt meiner Meinung nach nur bedingt Vorteile mit sich. Nämlich für diejenigen, die sowieso einen Neuwagen kaufen wollten und eine alte schrottreife Karre besitzen.

Nun mag man sich fragen, wie viele solche Leute es in Deutschland gibt. Für ein gutes, neun Jahre altes Auto bekommt man zumeist auch mehr als 2.500 Euro, aber verständlich ist, dass ja irgend ein Grenzwert gesetzt werden muss. Rechtfertigen lässt sich die Prämie jedoch allerhöchstens mit dem Prädikat “Konjunkturförderlich”, Zusatztitel wie “Umweltfördernd” oder “CO2 freundlich” haben hier meines Erachtens sowieso nichts verloren, weshalb auch der Begriff Umweltprämie unzutreffend ist. Rechnet man (von anderen Giften mal ganz abgesehen) den CO2-Ausstoß, der bei der Verschrottung eines Altautos und Herstellung eines Neuwagens entsteht, zusammen – so wäre es umweltfreundlicher, wenn man den alten Wagen noch 10 Jahre weiterfahren würde. Aber wahrscheinlich animiert die Abwrackprämie jetzt noch den letzten Studenten einen Sofortkredit aufzunehmen und seinen 2000er Twingo (der eigentlich noch ganz gut in Schuss ist) zu verschrotten, damit ein nagelneuer Twingo dessen Nachfolge antritt.
Fazit: Diese Prämie macht also echt nur Sinn bei Fahrzeugen, die so alt und unlohnsam sind, dass sie in den nächsten Monaten hätten sowieso verschrottet werden müssen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Maßnahme letztendlich auf die Konjunktur auswirken wird.
Wenn man mich fragen würde, ich hätte zu allererst den SOLI-Zuschlag abgeschafft und somit arbeitenden Bürgern aller Schichten ein positives Signal gesetzt.
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