Die Finanzkrise hatte im vergangenen Jahr 2008 massive Kurseinbrüche an den Aktienmärkten zur Folge. Für viele Anleger bedeutete dies in vielen Fällen hohe Wertverluste. Neben den Kursverlusten von Aktien rückt die Finanzkrise aber auch das Emittentenrisiko bei Zertifikaten und Schuldverschreibungen wieder in den Mittelpunkt. Anleger beispielsweise, die in Zertifikaten der insolventen amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers investiert waren, erlitten den Totalausfall ihrer Anlage.
Eine Alternative zur direkten Anlagen in Aktien, Zertifikaten oder Investmentfonds sind ETF.
ETF (Exchange Traded Funds) sind Investmentfonds, die einen zugrunde liegenden Index, beispielsweise den DAX, abbilden. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen aktiv gemanagten Fonds, sondern dieser Fonds bildet den Index 1:1 nach, er wird demnach auch nicht aktiv gemanagt. Hierdurch ist es Anlegern jedoch möglich, die Investitionen zu verfolgen, ETF sind somit eine sehr transparente Anlageform. Die Rendite der Anleger ist gleich die Rendite des Index, nicht besser, aber auch nicht schlechter.
Ebenso wie Aktien können auch ETF an der Börse gehandelt werden. Durch die günstigen Kaufkonditionen gewannen sie in den vergangenen Jahren daher auch bei privaten Anlegern an Attraktivität. Waren im Jahr 2000 nur gut sechs Produkte dieser Anlageklasse verfügbar, können Anleger mittlerweile in mehr als 600 verschiedene ETF investieren. Grundsätzlich sind ETF nicht nur für Aktien, sondern auch für weitere Assetklassen verfügbar, so zum Beispiel für Rohstoffe, Anleihen, Kreditderivate und auch für den Geldmarkt.
Obwohl klassische ETF, deren Grundlage ein Aktienfonds ist, im Rahmen der Finanzkrise ebenso wie Indexfonds oder Indexzertifikate hohe Verluste erleiden mussten, konnten die ETF gegenüber anderen Anlageformen aber verschiedene Vorteile generieren. Einer der Vorteile von ETF ist, dass das hierin angelegten Vermögen als Sondervermögen gilt und somit bei der Pleite des Emittenten, anders als bei Zertifikaten und Schuldverschreibungen, nicht untergeht. Die Werte sind somit nicht Eigentum der Bank, sondern der Anleger.
Weiterhin können ETF auch für Anlageklassen gehandelt werden, die nicht mit dem Aktienmarkt verbunden sind. Bei ETF beispielsweise, die in Rohstoffen oder Edelmetallen investiert waren, waren die Verluste weitaus geringer, einige konnten sogar Gewinne erwirtschaften. Vor allem die Gold ETF sind in der derzeitigen Krise stark gefragt, denn die Nachfrage nach Gold ist derzeit groß. Doch nicht nur jetzt, auch in Zukunft werden Anlagen positiv gesehen, denn die Fördermengen reduzieren sich jährlich, bei steigender Nachfrage.
Ein Vorteil von ETF ist aber auch, dass sie ebenso wie Short-Zertifikate auf fallende Aktienkurse setzen können. Diese Short-ETF, insbesondere auf den DAX oder den EuroStoxx 50 entwickeln sich immer entgegen des zugrunde liegenden Indexes. Fällt dieser zum Beispiel um 100 Punkte, steigt gleichzeitig der Wert des ETF. Wo Anleger in „normalen“ Indexfonds oder ETF´s 20% Verluste verschmerzen müssen, erreichen Short-ETF bis zu 20% Gewinne. Diese ETF´s waren daher im Jahr 2008, in dem viele Anleger wegen der Finanzkrise hohe Verluste verschmerzen mussten, sehr gefragt. Und dies ohne Emittentenrisiko und zu günstigen Konditionen.
Der Erfolg der ETF lockt immer mehr Anbieter auf den Markt. Experten sehen hier sogar Wachstumsraten von mehr als 30% in diesem Jahr. Aufgrund der weiterhin hohen Turbulenzen auf den Aktienmärkten werden Anleger vermehrt auf ETF als kostengünstige, sichere und transparente Anlageform aufmerksam und nehmen derartige Investitionen vor. Durch die Nutzung verschiedener Anlageklassen kann das Depot zudem auf die individuelle Anlagestrategie abgestimmt werden.
Herzlichen Dank an Oliver Gieseck, der uns diesen Gastbeitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
Also hier mal meine bescheidene Meinung zur aktuellen KFZ-Steuerreform:
Ich fahre im Jahr unter 6.000 km und habe ein Auto mit 2,5 L Hubraum. Warum soll ich jetzt mehr bezahlen als jemand, der im Jahr 50.000 km mit einem Smart zurücklegt und somit viel mehr CO2 verursacht als ich? Was soll daran bitte umweltgerecht sein? Warum sind unsere Politker so blind und berücksichtigen sowas nicht? Die KFZ-Steuer gehört schon lange abgeschafft und der Anteil auf die Benzinkosten übertragen. Wer viel fährt und viel Sprit braucht, der stösst mehr CO2 aus und musss automatisch mehr bezahlen. Amen… Was ist daran so schwierig? Wieso braucht man in Deutschland für jeden Mist eine unnötige Steuer?
Also meines Erachtens ist diese Steuerreform ein Schuss in den Ofen, weil diese Steuer ja eigentlich sowieso keinerlei Berechtigung hat. Wofür zahle ich eigentlich Benzinsteuer? In den 90 er Jahren kam die Idee auf, die KFZ-Steuer abzuschaffen und stattdessen ein Mautsystem (in dessen Entwicklung man übrigens viel Geld investiert hat) einzuführen. Das wäre doch mal eine gute Idee, weil dann auch die Ausländer Geld bei uns lassen, wenn sie die mauftpflichtigen Straßen nutzen, anastatt alle immer nur den deustchen autofahrern anzulasten, die im Ausland übrigens auch Maut bezahlen müssen, wenn sie in den Urlaub fahren. Bisher hat man es nur für LKWs geschafft, eine Maut zu verlangen und die zahlen nach wie vor Steuern für ihre Fahrzeuge.
Geeignete Maßnahme zur Konjunkturförderung?
Also, ich persönlich halte ja sowieso nicht viel von den beschlossenen Konjunktur-Förderungsmaßnahmen der Bundesregierung. Auch die Verschrottungsprämie (oder auch Abwrackprämie und Umweltprämie genannt) bringt meiner Meinung nach nur bedingt Vorteile mit sich. Nämlich für diejenigen, die sowieso einen Neuwagen kaufen wollten und eine alte schrottreife Karre besitzen.

Nun mag man sich fragen, wie viele solche Leute es in Deutschland gibt. Für ein gutes, neun Jahre altes Auto bekommt man zumeist auch mehr als 2.500 Euro, aber verständlich ist, dass ja irgend ein Grenzwert gesetzt werden muss. Rechtfertigen lässt sich die Prämie jedoch allerhöchstens mit dem Prädikat “Konjunkturförderlich”, Zusatztitel wie “Umweltfördernd” oder “CO2 freundlich” haben hier meines Erachtens sowieso nichts verloren, weshalb auch der Begriff Umweltprämie unzutreffend ist. Rechnet man (von anderen Giften mal ganz abgesehen) den CO2-Ausstoß, der bei der Verschrottung eines Altautos und Herstellung eines Neuwagens entsteht, zusammen – so wäre es umweltfreundlicher, wenn man den alten Wagen noch 10 Jahre weiterfahren würde. Aber wahrscheinlich animiert die Abwrackprämie jetzt noch den letzten Studenten einen Sofortkredit aufzunehmen und seinen 2000er Twingo (der eigentlich noch ganz gut in Schuss ist) zu verschrotten, damit ein nagelneuer Twingo dessen Nachfolge antritt.
Fazit: Diese Prämie macht also echt nur Sinn bei Fahrzeugen, die so alt und unlohnsam sind, dass sie in den nächsten Monaten hätten sowieso verschrottet werden müssen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Maßnahme letztendlich auf die Konjunktur auswirken wird.
Wenn man mich fragen würde, ich hätte zu allererst den SOLI-Zuschlag abgeschafft und somit arbeitenden Bürgern aller Schichten ein positives Signal gesetzt.
Mit diesem Blog möchte ich das Portal zur Bankenkrise und deren Folgen sinnvoll abrunden und meinen Besuchern die Möglichkeit geben, mittels Kommentarfunktion, Ihre Meinung zur aktuellen Situation zu äußern. Wo liegen die Ängste und Hoffnungen und auf welche alternativen Sparformen greift man zurück, um im Ernstfall den Verlust so gering wie möglich zu halten? Mich würde interessieren, wie jeder für sich mit der Krise umgeht, welche Schlüsse er zieht und in wie fern sich die Krise auf das alltägliche Leben auswirkt bzw. welche Veränderungen sich gegenüber den fetten Jahren ergeben haben.
Gerne lasse ich auch ein paar auserwählte Gastautoren zu, die gerne bloggen und guten “Unique Content” bereitstellen. Anfragen gerne per E-Mail an unsere E-Mailadresse (siehe Impressum). Ich freue mich auf Ihre Teilnahme…
Grüße euer Andreas