Ein Steuerfreibetrag ist Ermessungsgrenze der die Steuergrundlage mindert. Bei Überschreitung des Steuerfreibetrags müssen nur Einnahmen verteuert werden, die übern diesen hinausgehen. Die Steuerlandschaft ist hierzulande bekanntermaßen nicht besonders übersichtlich. Gerade bei den Freibeträgen gibt es die unterschiedlichsten Regelungen, die man allerdings kennen sollte, wenn nicht freiwillig zu viel Geld an die Finanzbehörden zahlen will.
Da wäre zum Beispiel der Sparerfreibetrag. Bis Ende 2008 betrug Dieser 750 Euro Jährlich. In der Praxis wurden aber meist noch 51 Euro Werbungskostenpauschale hinzugezogen, was einen Gesamtbetrag von 801 Euro ergab. Dies wurde nun um Jahr 2009 geändert und zum so genannten Sparer-Pauschalbetrag in der Höhe von 801 Euro zusammengefasst.
Auch für Selbständige gibt es verschiedene Steuerfreibeträge. Ein von ihnen ist in der Kleinunternehmerregelung definiert. Personengesellschaften und Einzelunternehmer können nach dieser Regelung jährlich 24.500 Euro im Gewerbeertrag aufweisen, bevor sie zur Abgabe der Gewerbesteuer verpflichtet sind.
Ein weiterer Freibetrag der für viele Deutsche von Interesse ist, ist der Kinderfreibetrag, der regelt wie viel jedes Kind einer Familie steuerfrei dazuverdienen darf, ohne dass den Eltern das Kindergeld gestrichen wird. Dieser Freibetrag liegt im Jahre 2009 bei 6.024 Euro je Kind. Allerdings können zusätzlich noch eine Werbungskostenpauschale geltend gemacht werden und bestimmte für die Einkünfte notwendige Anschaffungen und Kosten von dem Verdienst des Kindes abgezogen werden.
Es gibt noch zahlreiche andere Freibeträge im Dschungel des deutschen Steuersystems. Dazu zählen Steuerfreibeträge für Schenkungen, Erbschaft, Rabatte, Ausbildung und vieles mehr. Wer in komplexen Finanzsituationen lebt oder offene Fragen hat, der sollte im Zweifel Hilfe bei einem Steuerberater suchen und sich gut zu diesem Thema beraten lassen.
Wer in der Schufa-Akte einmal negativ aufgefallen ist, der kann bei der Beantragung neuer Kredite schell auf Probleme stoßen. In der Regel wird im Rahmen der Überprüfung von Kreditwürdigkeit nämlich eine Schufa-Anfrage durchgeführt. Steht dort ein Eintrag aus dem hervorgeht dass man in der Vergangenheit Raten nicht bezahlt hat oder sich nicht an bestimmte vertraglich festgelegte Vereinbarungen gehalten hat, so kann dies ein Grund sein weshalb man von einer Bank als Kreditnehmer abgelehnt wird.
Und nicht immer stehen Verbraucher zu Recht negativ in der Schufa. Oftmals handelt es sich auch um Missverständnisse, Irrtümer oder gar gänzlich Ungerechtigkeiten gegenüber dem Konsumenten. Letzteres kann durch folgendes Beispiel verdeutlicht werden:
Ein Konsument kauft einen Kühlschrank auf Ratenzahlung. Das Gerät weist Fehlfunktionen auf, die der Verkäufer nicht als garantieverpflichtende Mängel akzeptiert. Der der Kunde nicht bereit ist ein aus seiner Sicht defektes Gerät weiter zu finanzieren, stellt er die Zahlungen ein. Der Verkäufer meldet ihn bei der Schufa.
Nur ein oberflächliches Beispiel dafür, wie etwa aus Streitigkeiten mit Verkäufern oder Finanzierern schon negative Schufa-Einträge entstehen können. Oftmals ist hierbei sogar der betroffene Kunde im Recht, landet aber trotzdem in der Akte. Nun wird er zukünftig Probleme mit Krediten haben. Neben einer zeitraubenden Auseinandersetzung mit der Schufa-Behörde, bleibt eigentlich nur ein anderer Weg.
Ein Kredit ohne Schufa! Denn es gibt durchaus auch Banken die gänzlich auf eine Anfrage bei der Schufa verzichten und diese Auskünfte nicht mit in ihre Kreditwürdigkeitsbewertung einfließen lassen. Somit haben betroffene Kunden sehr wohl eine Lösung aus dieser Misere zu kommen. Nachteilig ist hierbei allerdings der meist etwas höhere Kreditzins. Man sollte daher gut vergleichen um wenigstens das günstigste dieser Angebote zu ermitteln.
Ergänzende Info: Wer ein Kredit ohne Schufa sucht, für den sollte in der Regel auch das Girokonto
ohne Schufa von Interesse sein. Analog zum Kredit ohne Schufa wird bei dieser Produktklasse ebenfalls keine Auskunft bei der Schufa eingeholt. So können auch Girokonto-Interessenten mit einer negativen Bonität problemlos ein vollwertiges Girokonto eröffnen. Bei diesen Offerten wird dem Girokonto-Antragssteller allerdings die Nutzung von einem Dispokredit untersagt.