Finanz-Blog

Warum die Schufa-Abfrage bei Kontoeröffnung?

Sonntag, 03. Mai 2009 von Rebecca

Viele Banken erfragen erst verschiedene Informationen über ihre Neukunden bevor sie dann einer Kontoeröffnung zustimmen. Dazu verlassenen sie sich einerseits auf die Angaben die vom Kunden in den Formularen gemacht werden, parallel dazu wird aber in vielen Fällen eine Schufa-Abfrage gestartet. Doch was will die Bank damit bezwecken?

Sicherlich ist es für das Kreditinstitut interessant zu wissen, ob es sich bei ihrem Neukunden um jemanden handelt der in den Schulden steckt. Auch ist es einiges wert Klarheit darüber zu haben, wie der Neukunden mit seinen Konten bei anderen Banken umgegangen ist. Kaum eine Bank will nämlich einen neuen Kunden haben, der als erstes sein Dispolimit überzieht und danach seinen Schuldnerberater auffordert mit der Bank eine “Lösung” zu vereinbaren. Somit ist so manches Finanzinstitut mehr als vorsichtig geworden.

Doch einige Banken bieten auch ein Konto ohne Schufa an. Diese Banken sind keinesfalls leichtsinnig oder haben die Existenz der Schufa vergessen. Der Grund für das Konto ohne Schufa liegt ganz einfach darin, dass es eine ganze Reihe von Menschen anspricht, die sonst nirgendwo ein Konto eröffnen können und somit die einzige Möglichkeit bei einer solchen Bank sehen. Um sich abzusichern treffen die Banken bei einem Schufafreien Konto verschiedene Maßnahmen. So gibt es beispielsweise meist keine Option auf Überziehung bzw. es wird kein Dispokredit eingeräumt. Auch sind die Konditionen insgesamt meist weniger gut wie sie es bei einem Konto mit einer solchen Abfrage sein könnten. Doch für so manchen ist diese Kontoform die einzige Möglichkeit.

Dabei muss derjenige der keine Schufa-Abfrage haben möchte nicht einmal verschuldet sein. Es mag auch Leute geben, die irrtümlich in dieser Kartei auftauchen oder die es einfach aus datenschutzrechtlichen Erwägungen nicht möchten.

Schweinegrippe, die Ersatzdroge zur Finanzkrise?

Donnerstag, 30. April 2009 von Andreas

Was hat doch die arme Menschheit die letzten drei Jahrzehnte nicht alles an Strafen über sich ergehen lassen müssen?! :o /

HIV / Tschernobyl / Ebola / Rinderwahn / Vogelgrippe / 2 x Möchtegern-Weltuntergang (2000 und 2006)…
Schwein gehabt - Die Finanzkrise gerät in den Medien ins Hintertreffen...
*puuuuuhst* war das aber anstrengend, und ich lebe immer noch…

Zwischen Finanzkrise und Weltuntergang muss ja noch was kommen, und da die beiden anderen Themen von den Medien bereits restlos ausgelutscht worden sind, und die Leute es nicht mehr hören können, hat sich der liebe Gott mit der Schweinegrippe etwas ganz besonderes ausgedacht, damit es uns kurz vor der Apokalypse und der Landung der Aliens nicht auch noch langweilig wird.

Während Virologen entwarnen und der “Neuen Grippe” die selben Symptome und Eigenschaften zusprechen, wie der konventionellen Influenza, geistert seit Tagen eine wahre Panik-Schockwelle durch Politik und Medien und das diesmal nicht nur in Paranoia-USA und Panik-Teutonia, sondern sogar weltweit. Die zweithöchste Pandemie-Sicherheitsstufe 5 wurde heute von der WHO ausgerufen! Ich könnte wetten, dass in den nächsten drei Tagen mindestens 100 x mehr Menschen in Deutschland an der normalen Grippe sterben, als durch die Schweinegrippe infiziert werden (von Todesfällen ganz zu schweigen). Und für diese konventionelle Variante gibt es ja einen Impfstoff. Wieso aber rät man nicht den Menschen, sich gegen die normale Grippevariante impfen zu lassen, wo doch 5000 Menschen pro Jahr (alleine in Deutschland) an der Influenza sterben? Wieso kommt da nix in der Glotze? Klingt “Grippe” etwa zu harmlos und da wir uns alle als Schweine fühlen sollen, nachdem unsere Finanzmanager so versagt haben, heisst es nun “Schweinegrippe” und wir dürfen nicht mehr aus dem Haus?

Handelt es sich hierbei um eine Mega-Ente, die von Politikern auf der ganzen Welt abgesprochen wurde, um gewaltsame Ausschreitungen und Demonstrationen zu vermeiden, weil sich jetzt keiner mehr unter die Leute traut und beim kleinsten Schnupfen den Krankenwagen kommen lässt? Klar, wenn ein ganzes Volk sich krank und bedroht fühlt, und das von einem kleinen unsichtbaren Virus, dann geht sicher keiner auf die Straße zum Randalieren und zündet Autos an. Aber dann die gute alte Gesine Schwan rund machen, wenn sie das sagt, womit jeder vernünftig denkende Deutsche (der nicht in einer lobby-orientierten Seifenblasenwelt lebt) rechnen muss?

Wenn das tatsächlich eine Ente sein sollte, was kommt dann als nächstes? “Leute bleibt bitte zuhause, die Außerirdischen sind auf dem Mond gelandet und haben eine fette Kanone installiert, die auf Wanne-Eickel und alle Nachbarorte in 20.000 km Umkreis zielt?”

Naja, bin mal gespannt, was aus der Schweinerei wird, und wer in einem halben Jahr noch ein Wort darüber verliert.

Mein erster Tipp: Einfach regelmäßig die Pfoten waschen und sich von niemanden in die Suppe spucken lassen, dann bekommt Ihr weder eine Erkältungsinfektion noch eine Grippe (weder vom “Schwein” noch von der “Ente”)…

Mein zweiter Tipp: Morgen ist 1. Mai. Geht kräftig einen trinken, dann habt Ihr wenigstens einen Grund , euch am nächsten Tag mies zu fühlen (und das völlig ohne Zutun von Presse und TV).

Der Devisenmarkt Forex boomt trotz Finanzkrise

Sonntag, 26. April 2009 von Andreas

Auf dem Devisenmarkt findet trotz Finanzkrise täglich der Handel mit Devisen statt, der global betrachtet der größte Finanzmarkt ist. Jeden Tag werden am Devisenmarkt Umsätze von drei Billionen Dollar und mehr getätigt. Die Ware auf dem Devisenmarkt ist das Geld in verschiedenen Währungen, das einen bestimmten Preis hat, der durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Je mehr Trader an einer bestimmten Währung Interesse zeigen, desto höher deren Preis und umgekehrt. Wer am Devisenmarkt handelt ist bestrebt, Devisen günstig zu erwerben, um sie dann teurer zu verkaufen. Der Wert einer Währung wird dabei im Wert zu einer anderen Währung dargestellt. Das heißt, eine Währung wird genutzt, um eine andere Währung damit zu kaufen. Dazu werden Währungspaare gebildet, wie beispielsweise EUR/USD oder USD/YEN.

Die Besonderheit am Devisenmarkt ist, dass dieser Währungshandel erfolgt, ohne dass es dafür einen physischen Ort gibt. Der Devisenmarkt hat keinen festen Handelsplatz und ist an keine Zeiten gebunden. Devisen können aufgrund der verschiedenen Zeitzonen an 24 Stunden täglich von überall auf der Welt über das Internet gehandelt werden.

Auf dem Devisenmarkt, der auch als Forex Markt (Foreign Exchange Market) bekannt ist, agieren neben den Zentralbanken, den Großbanken und Außenhändlern auch immer mehr private Investoren, die sich mithilfe der Forex Broker am Geschehen beteiligen und von den Differenzen, die sich zwischen den Kursen der einzelnen Währungen ergeben profitieren wollen. So wird das Wertverhältnis zwischen Euro und US-Dollar in Form von EURUSD ausgedrückt. Lautet dieser Kurs zum Beispiel 1.3704, dann heißt dies, dass ein Euro zu einem Preis von 1,3704 US-Dollar gekauft werden kann. Der erstgenannte Wert ist dabei der Base Currency und der letztgenannte der Counter Currency. Das Währungspaar EURUSD stellt dabei das am Devisenmarkt am häufigsten gehandelte Paar dar.

Der Devisenmarkt ist für viele Trader deswegen so interessant, weil er vom Gesetzgeber nicht so stark reguliert ist. Durch kleine Kursdifferenzen zwischen den Währungspaaren lassen sich, mit einem relativ geringen Kapitaleinsatz gute Gewinne realisieren.

Vielen Dank an Jens Klüsener für diesen Gastbeitrag.

In Krisen auf Termingeld & Co. setzen

Mittwoch, 22. April 2009 von Rebecca

Die Börsenzeiten könnten turbulenter kaum sein. Crashs, Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft und plötzlich als “faul” enttarnte Wertpapiere lassen die Kurse der Unternehmen munter schwanken. So sind selbst eingefleischte Broker in der Finanzkrise 2008/2009 zu der Einsicht gekommen, dass Geld welches in Aktien angelegt ist zwar theoretisch hohe Gewinne abwerfen kann, aber keinesfalls als sicher gelten kann. Schließlich hatte und hat man es noch am heutigen Tage mit Horrormeldungen aus dem Bereich der Finanzwelt zu tun, die man sich zuvor nicht einmal hätte erträumen können. Zwar scheint es zurzeit so, als würden die Märkte sich langsam wieder erholen, doch haben uns die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit vor Augen geführt dass Börsenkurse nur schwerlich berechenbar sind.

Somit schichten Privatanleger fleißig um. Tagesgeld und Festgeld wie etwa das DKB Termingeld (also die sicheren Sparformen) stehen nun ganz oben auf dem Programm. Daher gestalten Banken derzeit ihre Privatkundenangebote zu Gunsten solcher Konten um und lassen sich attraktive Sonderprogramme einfallen, mit denen sie auf Kundenjagd gehen. Und hierbei geht es nicht gerade um Kleckerbeträge, denn schließlich zählen die Deutschen nach wie vor der Finanzkrise noch mit zu den Weltmeistern im Sparen. Ein Grund mehr für die Banken in diesem Bereich verstärkt etwas für ihren ohnehin angekratzten Ruf zu tun.

Vorteile, wie man sie zum Beispiel beim DKB Termingeld genießt, bestehen vor allem darin dass man hier ganz genau weiß zu welchem Zeitpunkt man mit welchem Endbetrag zu rechnen hat. Die Laufzeit kann hier frei aus bestimmten Parametern gewählt werden und die Verzinsung liegt bei einer guten Termingeld-Bank derzeit für die meisten Laufzeiten deutlich über drei Prozent. Darüber hinaus gehen auch wieder mehr und mehr Bankkunden dazu über große Beträge auf einem Tagesgeldkonto zu parken, statt damit nahezu blind an der Börse zu spekulieren. Aktuelle Trends zeigen daher ganz klar dass die sicheren Sparformen und Banken die der Einlagensicherung unterliegen derzeit mit zu den großen Favoriten der Bankenlandschaft zählen!

Forex Broker – wie man mit Devisenhandel gewinnen kann

Sonntag, 08. Februar 2009 von Andreas

Historisch gesehen war der Arbeitsplatz für Forex Broker bislang direkt auf dem Börsenparkett, doch die Möglichkeit, Geldgeschäfte über ein Forex Online Konto abwickeln zu können, eröffnet diese Möglichkeit inzwischen für jedermann. Der Forex Broker erwirtschaftet seine Gewinne aus den ständigen Veränderungen, denen der Foreign Exchange Market unterliegt. Politische Entscheidungen und wirtschaftliche Statistiken bewirken permanente Änderungen der Crossrates im Forex Trading, so dass man mit klug gewählten Trades jeden Tag ein Plus von bis zu fünf Prozent erzielen kann, denn in diesem Bereich bewegen sich die Spitzen der Chartausschläge. Dabei betreibt der Forex Broker sein Geschäft nicht als Glücksspiel, sondern als geschicktes Taktieren, bei dem alle Signale ausgewertet werden, die einen Einfluss auf die Tauschwerte der betroffenen Währungen haben können.

Der Einstieg als Forex Broker ist schon mit minimalem technischen Aufwand möglich: PC mit Internetzugang plus Forex Handelskonto. Auch die Mindestsumme für Devisenspekulationen ist bei vielen Anbietern so niedrig angesetzt, dass praktisch jeder kleine Sparer ins Forex Trading einsteigen könnte.

ETF – Eine Option in der Krise

Mittwoch, 28. Januar 2009 von Andreas

Die Finanzkrise hatte im vergangenen Jahr 2008 massive Kurseinbrüche an den Aktienmärkten zur Folge. Für viele Anleger bedeutete dies in vielen Fällen hohe Wertverluste. Neben den Kursverlusten von Aktien rückt die Finanzkrise aber auch das Emittentenrisiko bei Zertifikaten und Schuldverschreibungen wieder in den Mittelpunkt. Anleger beispielsweise, die in Zertifikaten der insolventen amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers investiert waren, erlitten den Totalausfall ihrer Anlage.

Eine Alternative zur direkten Anlagen in Aktien, Zertifikaten oder Investmentfonds sind ETF.
ETF (Exchange Traded Funds) sind Investmentfonds, die einen zugrunde liegenden Index, beispielsweise den DAX, abbilden. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen aktiv gemanagten Fonds, sondern dieser Fonds bildet den Index 1:1 nach, er wird demnach auch nicht aktiv gemanagt. Hierdurch ist es Anlegern jedoch möglich, die Investitionen zu verfolgen, ETF sind somit eine sehr transparente Anlageform. Die Rendite der Anleger ist gleich die Rendite des Index, nicht besser, aber auch nicht schlechter.

Ebenso wie Aktien können auch ETF an der Börse gehandelt werden. Durch die günstigen Kaufkonditionen gewannen sie in den vergangenen Jahren daher auch bei privaten Anlegern an Attraktivität. Waren im Jahr 2000 nur gut sechs Produkte dieser Anlageklasse verfügbar, können Anleger mittlerweile in mehr als 600 verschiedene ETF investieren. Grundsätzlich sind ETF nicht nur für Aktien, sondern auch für weitere Assetklassen verfügbar, so zum Beispiel für Rohstoffe, Anleihen, Kreditderivate und auch für den Geldmarkt.

Obwohl klassische ETF, deren Grundlage ein Aktienfonds ist, im Rahmen der Finanzkrise ebenso wie Indexfonds oder Indexzertifikate hohe Verluste erleiden mussten, konnten die ETF gegenüber anderen Anlageformen aber verschiedene Vorteile generieren. Einer der Vorteile von ETF ist, dass das hierin angelegten Vermögen als Sondervermögen gilt und somit bei der Pleite des Emittenten, anders als bei Zertifikaten und Schuldverschreibungen, nicht untergeht. Die Werte sind somit nicht Eigentum der Bank, sondern der Anleger.

Weiterhin können ETF auch für Anlageklassen gehandelt werden, die nicht mit dem Aktienmarkt verbunden sind. Bei ETF beispielsweise, die in Rohstoffen oder Edelmetallen investiert waren, waren die Verluste weitaus geringer, einige konnten sogar Gewinne erwirtschaften. Vor allem die Gold ETF sind in der derzeitigen Krise stark gefragt, denn die Nachfrage nach Gold ist derzeit groß. Doch nicht nur jetzt, auch in Zukunft werden Anlagen positiv gesehen, denn die Fördermengen reduzieren sich jährlich, bei steigender Nachfrage.

Ein Vorteil von ETF ist aber auch, dass sie ebenso wie Short-Zertifikate auf fallende Aktienkurse setzen können. Diese Short-ETF, insbesondere auf den DAX oder den EuroStoxx 50 entwickeln sich immer entgegen des zugrunde liegenden Indexes. Fällt dieser zum Beispiel um 100 Punkte, steigt gleichzeitig der Wert des ETF. Wo Anleger in „normalen“ Indexfonds oder ETF´s 20% Verluste verschmerzen müssen, erreichen Short-ETF bis zu 20% Gewinne. Diese ETF´s waren daher im Jahr 2008, in dem viele Anleger wegen der Finanzkrise hohe Verluste verschmerzen mussten, sehr gefragt. Und dies ohne Emittentenrisiko und zu günstigen Konditionen.

Der Erfolg der ETF lockt immer mehr Anbieter auf den Markt. Experten sehen hier sogar Wachstumsraten von mehr als 30% in diesem Jahr. Aufgrund der weiterhin hohen Turbulenzen auf den Aktienmärkten werden Anleger vermehrt auf ETF als kostengünstige, sichere und transparente Anlageform aufmerksam und nehmen derartige Investitionen vor. Durch die Nutzung verschiedener Anlageklassen kann das Depot zudem auf die individuelle Anlagestrategie abgestimmt werden.

Herzlichen Dank an Oliver Gieseck, der uns diesen Gastbeitrag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

 

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